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Macher – Mitmacher – Miesmacher

Macher – Mitmacher – Miesmacher ABC-Mitarbeiter – Podcast Folge #064

Stellen wir uns unser Unternehmen als Wagen vor. So wie wir ihn kennen – zuletzt auch häufig am Feiertag „Himmelfahrt“ – oder auch Vatertag genannt – gesehen. Welcher unserer Mitarbeiter sitzt im Karren – wer läuft nebenher und wer zieht ihn?

Welche Art von Mitarbeiter finden Sie?

Heute unterhalten wir uns über Mitarbeiter – Mitarbeiter unterschiedlicher Colour – unterschiedlicher Wertigkeit. Eigentlich an sich schon eine ganz gefährliche Sache. Dennoch sind wir uns bewusst, dass wir als Führungskräfte unser Mitarbeiter kennen müssen. Stichwort dazu: Augenfarbe. Ich weiß, dass viele Unternehmen zeitweise mit ihren Mitarbeitenden unzufrieden sind. Da entstehen dann Spannungen und Meinungen über Eignungen und Kompetenzen. Beim genauen hinhören wundert es aber auch nicht, dass bei Umfragen unter den Mitarbeitenden auch die Chefs und Führungskräfte nicht immer ganz gut abschneiden.

Heute möchten wir Ihnen den Mitarbeiter-Wagen vorstellen. Stellen Sie sich einen Karren vor – wie wir ihn zuletzt am Vatertag beispielsweise gesehen haben. Einen Wagen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die einen ziehen an der Deichsel, die anderen sitzen im Wagen und wieder andere laufen nebenher. Und dieses Bild jetzt verwendend erlauben wir uns die Frage: Haben wir denn die richtigen Mitarbeiter an Bord? Sind es die, die Mitmachen, die mit dabei sind – oder wie sieht denn die Sache aus. Seriös betrachtet, verwenden wir diese Methode auch bei der Beurteilung unserer Lieferanten und Kunden.

Man kann das – unter behutsamer Anwendung auch einmal für Mitarbeiter verwenden. Ich tu´ das sehr gerne, besonders wenn ich mit Chefs im Coaching bin – denn die Chefs kennen ihre A-Mitarbeiter und die C´ler. Leider kennen sie oft die B´ler nicht.

Chefs und ihre A-Mitarbeiter – hier kommen Details

Wir wollen genau das einmal etwas beleuchten und versuchen, ihnen eine kleine Hilfestellung zu geben, wie man so etwas angehen kann und, was das mit einem macht.

Im letzten Podcast haben wir schon die Gallup-Studie und ihre Aussagen etwas strapaziert. Diese Statistik sagt auch aus, dass es nur wenige A-Mitarbeiter gibt, die sich emotional mit dem Unternehmen verbunden fühlen. Man redet hier von 16 bis 19 % – also ein schwaches Fünftel. Der deutlich größere Teil – die B´ler ist emotional nur leicht gebunden – da reden wir von knapp 65 % und der restliche Teil der Mitarbeitenden sind unsere C´ler.

ABC-Führungsaspekte – aber bitte nicht alle über einen Kamm

Wann sprechen wir denn von einen A-Mitarbeiter. Einen, der an der Deichsel unsers Karren zieht? Wir reden dann über einen solchen Mitarbeitenden, wenn sie ein ungewöhnlich hohes Mass an Engagement und Erfolg. Das sehen sie als Führungskraft, dass bekommen sie mit. Und wenn sie als Führungskraft mit diesen Leuten auch noch Ziele machen – kurz-, mittel- oder langfristige – dann erleben Sie, dass das die Mitarbeitenden sind, die ihre Ziele erreichen. Das sind Leute, die sind dabei, die nehmen Teil und treiben den Erfolg aktiv voran. Sie denken quer – sind nicht unbedingt nur JA-Sager. Sie argumentieren sachlich, sind kompromissbereit und bringen Projekte voran. Sie lassen sich von einem Misserfolg nicht sofort entmutigen sondern ziehen sachlich ihre Schlüsse daraus. Interessanter weise sind es auch diejenigen, die sich weiterbilden und am Ball bleiben.

A-Mitarbeiter

A-Mitarbeiter sind auch diejenigen mit den Zusammenarbeit unheimlich furchtbar ist – das macht schon richtig viel Spass. Man ist gemeinsam an der Lösung interessiert und man setzt um. Das sind einfach MACHER. Sie verzeihen auch Fehler, sind nicht nachtragend und kommen meist mit mindestens einem Lösungsvorschlag zum Chef.

B-Mitarbeiter

Die B-Mitarbeiter sind eine etwas schwieriger zu beschreibende Gruppe. Die B´ler sind eine Gruppe, von der wir im Tagesgeschäft gar nicht so viel mitbekommen. Wie eine Art Wasserträger. Sie machen MIT. Wir bemerken sie oft gar nicht. Das sind Menschen die auch ihre Ziele erfüllen, sie erledigen ihre Aufgaben sind aber im Großen und Ganzen nicht sichtbar. Sie erreichen hier und da auch Ergebnisse auf dem Niveau eines A´lers – leider nicht dauerhaft. Sie sind auch arbeitswillig aber eben – sie fallen nicht auf.

B-Mitarbeiter – die große Masse in Unternehmen

In der Masse der B-Mitarbeiter innerhalb unseres Unternehmens müssen wir berücksichtigen, dass es unter den B-Mitarbeitern auch den ein oder anderen frustrierten (früheren A-) Mitarbeiter gibt. Oft durch ein Missverständnis oder eine fehlende/falsch gelaufene Kommunikation hat er sich von den A-Leistungen distanziert. Frustriert macht er Dienst nach Vorschrift. Ein weiterer Gesichtspunkt ist auch, dass es Menschen gibt, die müssen nicht so an vorderster Front sein. Es reicht ihnen aus, ihre Aufgaben gut zu machen. Sie geben Informationen wenn sie gefragt werden. Wenn wir hier unser Karren-Bild noch einmal vor Augen nehmen: Die B´ler sind ja schon diejenigen, die mal neben dem Karren hergehen, mal schieben sie ihn mit und zeitweise lassen sie sich auch von ihm mit-ziehen oder gehen einfach nebenher.

100 % Leistung? Fehlanzeige bei Ihren C-Mitarbeitern

Wir sind mit deren Arbeit – insbesondere mit deren Qualität der Arbeit nicht zufrieden. Da wird zwar manches gut gemacht, wir merken jedoch deutlich die Qualität ist mangelhaft. Ich nenn das mal keine 100 % Leistung. C´ler sehen den Sinn ihrer Arbeit auch nicht. Sie gehen darin nicht auf. Es fällt uns auch oft auf, dass diese Mitarbeitenden sehr wenig Kundenorientierung haben. Uns fehlt oft auch bei ihnen eine Weiterbildungsbereitschaft – sie machen ihren Job und nicht mehr. Sind eher destruktiv und denken offiziell negativ. Wir erreichen sie auch in unseren Gesprächen nicht – oder auch nicht mehr. Denn hier muss man Acht geben: Eine C-Kraft hat eine Chance verdient. Fehlt es an der richtigen Aufgabe? Warum ist die Arbeitsleistung so „anders“?

Klassifizierung – aber bitte mit Bedacht!

Es ist schon an sich sehr schwierige Menschen zu Klassifizieren. Erst recht Mitarbeiter. Da spielen Faktoren wie Tagesform, Lebensphase und Aufgabe eine große Rolle. Probieren sie es dennoch mal – fragen sie sich: Wer ist A, wer ist B und wer ist C. Nehmen sie diese Beurteilung nur für sich vor – diese Gedanken dürfen niemals in fremde Hände gelangen. Und bedenken sie: Das hat alles etwas mit Schubladen zu tun – bitte lassen sie die Mitarbeiter auch dort wieder raus.

Wir gehen einen Schritt weiter.

Sieben Tipps für Sie:

1.) C-Kräfte brauchen eine Chance

C-Kräfte brauchen eine Chance. Bitte mit den Mitarbeitenden sprechen. Was ist los? Was fehlt? Brauchst du Unterstützung? Brauchst du einen anderen Job? Warum wollen wir das Wissen aus dem Haus gehen lassen? Die C-Kraft war vielleicht mal eine A-Kraft. Es gilt geduldig abzuprüfen, ob an der Einstellung zur Arbeit noch eine positive Veränderung machbar wäre.

2.) Wenn wir alle Führungsaufgaben rund um unsern C-Mitarbeitenden gemacht

Wenn wir alle Führungsaufgaben rund um unsern C-Mitarbeitenden gemacht haben – ist es dennoch ab und an unumgänglich, einen C-Mitarbeiter zu entlassen. Wenn wir beharrlich auf ein „WILL-nicht“ Thema stoßen, dann wollen wir auch nicht. Wenn weder Job-Rotation noch Job-Design angenommen werden möchte und wenn sie einfach nicht mitmachen wollen – dann wollen wir auch nicht.

3.) A, B und auch C Kräfte finden wir in allen Gehaltsklassen

A, B und auch C Kräfte finden wir in allen Gehaltsklassen. Daran bitte denken. Auch eine Gehaltserhöhung lässt dauerhaft keine A-Mitarbeiter entstehen.

4.) Wollen wir eine B-Kraft zu einer (dauerhaften) A-Kraft entwickeln

Wollen wir eine B-Kraft zu einer (dauerhaften) A-Kraft entwickeln – geben wir ihm vor allem Zeit dafür. Je nach Aufgabenstellung und Qualifizierung dauert das Wochen – wenn nicht sogar Monate bis zu 1,5 Jahren bis sich ein Mitarbeitender zur A-Kraft entwickelt hat.

5.) Keine Entwicklung zur A-Kraft geschafft haben

Im diesem Punkt hebeln wir den Punkt 4 schon fast wieder aus: Wenn wir also feststellen, dass unser eingearbeiteter Mitarbeiter nach 18 Monaten noch Basic erledigt und keine Weiterentwicklung stattgefunden hat – auch dann werden wir feststellen, dass wir hier keine Entwicklung zur A-Kraft geschafft haben. Doch Kopf hoch: Lieber ausprobieren als nichts entscheiden. Und B´ler sind noch lange nicht die Schlechtesten. Es gibt durchaus Mitarbeiter, die bestimmte Dinge tun und sich nicht weiter entwickeln wollen.

6.) C-Kräfte stellen keine A-Kräfte ein

Orientieren wir uns an folgendem Leitsatz: C-Kräfte stellen keine A-Kräfte ein. Menschen mit welchen Typus sollten sich um Personal-Einstellungen kümmern?

7.) Wie bewerten wir unsere Mitarbeiter?

Fragen wir uns: Wie bewerten wir unsere Mitarbeiter? Das kann jede Führungskraft für sich selbst machen. Beurteilen Sie Ihre Mitarbeitenden. Entwickeln Sie sie weiter und bringen Sie sie zum Erfolg.

Wir fassen nochmal zusammen

ABC-Mitarbeiter – ABC-Personal

Wir haben Macher – Mitmacher – Miesmacher

Wir stellen unser Unternehmen als Karren vor. Machen eine Erst-Analyse – behalten die im Tresor bei uns – überlegen uns: was machen wir mit unseren Mitarbeitern die A, B oder C sind und schauen nach diesen sieben Tipps, wie es gelingt einen höheren Prozentsatz als es die Gallup-Studie aufzeigt an A-Mitarbeitenden zu bekommen. Und wenn sich die C´ler nicht entwickeln lassen, dann schauen wir danach, dass wir kurzfristig keine mehr davon haben. Es gibt durchaus Firmen, die haben keine C-Mitarbeiter mehr. Diese Firmen sind zwar selten – aber es gibt sie. Das sollte die Maxime sein und wenn sie das schaffen haben sie Mitarbeiter, mit denen gehe ich Pferde-stehlen – mit denen gehe ich durchs Feuer. Ob in guten oder schwungvollen Zeiten. Wenn wir wegkommen von den WILL-NICHT Problemen dann haben Sie einen Großteil Ihrer Arbeit als Führungskraft gemacht.

Natürlich ersetzt diese erste Kategorisierung nicht das Mitarbeitergespräch. Es entlässt sie nicht aus der Aufgabe Ihre Mitarbeiter im Blick zu behalten.

Wenn Sie jetzt Lust dazu bekommen haben Ihren Unternehmenskarren oder Ihren Abteilungskarren flott zu machen – dann können wir Ihnen nur empfehlen – im Oktober 2020 geht es wieder los. Es gibt ein Seminar das heißt wieder SMB K2  komplett, da sind alle Methoden und Hilfestellungen und Werkzeuge mit drin:

Melden Sie sich an. Wenn Sie das als Projekt im Haus praktiziert haben möchten sind wir auch im Einzelcoaching für Sie und Ihre Führungskräfte die Ansprechpartner. Sprechen Sie uns an!

Nehmen Sie diese Rolle an und Sie werden von Tag zu Tag eine noch bessere Führungskraft, der man gerne folgt.

In diesem Sinne grüßt Sie

Ihr Stefan Schulik
und Katja Hummel

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Podcast Folge #064

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