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Was Heißt Eigentlich „Führen“ Im Unternehmen – Podcast Folge #002

Was heißt eigentlich „Führen“ im Unternehmen – Podcast Folge #002

Herzlich willkommen zu meinen Podcast Impulsen der Schulik Management Beratung. Ich bin Stefan Schulik Führungsexperte und Trainer für Führungskräfte.

Führen im Unternehmen

Ja – heute heißt mein Thema: Was heißt eigentlich führen? Führen im Unternehmen. Vor kurzem bekam ich eine eMail in der jemand geschrieben hat: Sind sie eher ein Führer oder ein Manager? Ich habe darauf auch zurück geschrieben – aber dazu später noch eine Info.

Führung übernehmen

Ja – wir brauchen Menschen die Führung übernehmen – aber auch Menschen die managen können. Zu welchen Menschen gehören Sie? Eine Definition gefällig? Bitte googlen sie eine – ich bin nicht der Maßstab für Definitionen, aber ich kann ihnen dazu einige wertvolle Impulse geben und die Antwort vorab schon und, um die Katze aus dem Sack zu lassen: Ja wir brauchen beides. Wir brauchen sowohl die Leute die Führung übernehmen, Leadership entstehen lassen und wir brauchen auch die Manager. Die, die das Ganze auch umsetzen können. Beides ist also erforderlich. Man könnte es also zusammenfassen unter dem Aspekt: Management ist ein Handwerk und Führung ist eine Haltung.

Menschenführung

So ist also Management eher darauf fokussiert auf Organisationen und Prozesse zu zielen und Führung ist hingegen auf Menschen orientiert. Der VDI hat das einmal formuliert: Führungskräfte sind Personen mit Budget und/oder Personalverantwortung. Führungskraft bedeutet für mich also beides: Leader und Manager zu sein. Wissend, dass wir beides nicht perfekt beherrschen – aber doch beides brauchen.

Manager – Führungskraft

Als Unterscheidungshilfe will auch einige Hinweise geben:

So die Unterscheidung Manager – Führungskraft so die Unterscheidung Zielorientierung und Aufgabenorientierung. Das lässt eine Definition erübrigen aber lässt uns besser orientieren was wir denn sein wollen. Die Führungskraft, die sich Ziele setzt tut die richtigen Dinge anstatt nur die Dinge richtig zu tun. Eine gute Führungskraft schafft kreative Alternativen anstatt – wie der Manager vielleicht – nur Mängel zu beseitigen.

Eine gute Führungskraft erzielt Ergebnisse anstatt nur Vorschriften zu befolgen. Und so eine gute Führungskraft erhöht den Gewinn anstatt nur Kosten zu reduzieren. Und ein letzter Gedanke noch hierzu ist, dass eine gute Führungskraft optimiert die Mittelnutzung anstatt nur die Mittel zu bewahren.

Was heißt für sie führen?

In meinen Seminare stelle ich gerne die Frage: „Was heißt für sie führen? Geben Sie eine persönliche Definition was führen für sie bedeutet.“

Ich bekomme da die unterschiedlichsten Dinge gesagt – ein paar, die mir persönlich auch am gut gefallen – einige die ich selbst irgendwo aufgeschnappt habe – oder selber für mich definiert habe – vielleicht bringen sie ihnen auch den ein oder anderen Gedanken oder Impuls dazu.

Sie kennen das ja – Liebe ist… das können wir auch mit „Führen“ machen. Führen heißt… J Für mich ist eine der schönsten Formulierungen:

Führen heißt…
… andere zum Erfolg kommen lassen.

Das ist eine der schönsten Definitionen – da gehört noch viel Fleisch dazu – aber das ist der Extrakt dessen: Wenn es uns gelingt, dass meine Mitarbeiter dass mein Umfeld, die mit mir zusammen arbeiten, dass ich die in die Lage versetze Erfolgreich zu sein, dann strahlt das automatisch auch Erfolg auf mich zurück. Das wäre eine coole Sache, als Führungskraft andere zum Erfolg kommen lassen – dann ist mein Erfolg eigentlich schon Beiwerk.

Eine andere Definition, die mir gefällt heißt:

Führen heißt, …
… einen Mitarbeiter oder eine Gruppe unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation auf gemeinsame Werte und Ziele der Organisation hin beeinflussen.

Mitarbeiter führen

Auch ein wichtiger Gedanke: Mitarbeiter führen – wichtig ist „auf die jeweilige Situation“ – die ist ja nicht immer identisch. Das ist ja die Aufgabe der Führungskraft. Und auf gemeinsame Werte und Ziele der Organisation hin beeinflussen, bedeutet für mich das auf einer Wertebasis zu machen die es Wert erachte lässt, diese Werte auch innerhalb des Unternehmens auch leben zu lassen.

Peter Drucker – „Guru“ zum Thema Führung – hat es auch auf den Punkt gebracht:

Führen heißt …
… die natürliche und ungezwungene Fähigkeit Menschen zu inspirieren.

Mit Führen begeistern

Auch cool – wie gelingt es mir, andere zu begeistern. Anderen zu sagen, auf was es ankommt. Sie kennen diese Metapher – dieses Bild: Die Sehnsucht nach dem Me(h)r entstehen zu lassen und das dann auch noch ungezwungen und nicht aufgesetzt.

Führen heißt … für mich auch,
… wo noch niemand gegangen ist.

Führen ist eine Kunst

Dort wo andere schon den Weg vorplaniert haben, eine Schneise durch den Wald geschlagen haben, ist es nicht so arg schwer zu führen. Führen ist eine Kunst, wenn es darum geht, dort zu gehen, wo noch niemand gegangen ist.

Auch eine sehr schöne Aufgabenstellung für eine Führungskraft zu wissen, ich suche mir einen Weg ich bahne ihn mir und ich nehme meine Mitarbeiter mit auf diese spannende Reise. Man kann führen auch unter dem Aspekt von Steve Jobs mal sehen. Er hat mal gesagt, für ihn bedeutet

Führen …
… eine Umgebung zu schaffen, in dem Menschen das, was sie tun von Herzen tun.

Führen bedeutet

Das wäre so eine wunderschöne Zielvorstellung: Das wir Menschen das tun lassen, was sie gerne machen. Geht nicht immer – das wissen wir bereits – quasi typisch deutsch – der Grundgedanke ist aber, wenn Menschen, das was sie tun gerne tun, dann ist da eine wunderbare Motivation von innen heraus.

Noch eine zum Schluss hier – was Führen bedeutet: Da heißt es in der Formulierung:

Führen heißt, …

  • eine Vision formulieren sie im eigenen Tun ausdrücken
  • sie überzeugend kommunizieren und sie auf neue Situationen übertragen und
  • durch die freiwillige Kooperation mit anderen Menschen verwirklichen.

Als Vorbildfunktion führen

Wow. Da stecken jetzt wirklich sehr viele Impulse drin. Erstmal Vision formulieren: Muss ich erstmal eine haben! Vision heißt in dem Fall ein großes Ziel, dass es sich lohnt auch Werteorientiert dafür zu arbeiten und zu kämpfen und sich dafür täglich aus dem Bett zu begeben. Sich im eigenen Tun auszudrücken, diese Vorbildfunktion – sie nicht nur zu kennen, sie nicht nur umzusetzen im eigenen tun sondern sie auch überzeugend zu kommunizieren – also auch bereit zu sein sie andern auch so mitzuteilen und die Chance zu nutzen sie auch auf neue Situationen auch so zu übertragen. Jede neue Situation bedarf vielleicht Änderungen, Anpassungen, Korrekturen und durch die freiwillige Kooperation – hier sind wir wieder bei dem Gedanken, dass die Mitarbeiter das auch gerne tun- anderer Menschen verwirklichen.

Wichtige Führungsfähigkeiten

Das sind so Möglichkeiten, wie man sich zum Thema Führen – ohne eine klare Definition vorzunehmen – sagen kann – auf das kommt es mir an.

Des Weiteren möchte ich gerne noch hier in diesem Podcast drei wichtige Führungsfähigkeiten aufzeigen und deutlich machen. In aller Kürze und damit Sie mir noch zuhören, ist das Konzentrat auf drei Fähigkeiten zu reduzieren.

Punkt 1: Lokomotion
Punkt 2: Kohäsion
Punkt 3: Identifikation

Als Führungskraft Lokomotion haben

Das hört sich jetzt sehr theoretisch an – ich möchte es ein bisschen mit Leben füllen. Was bedeutet es, wenn ich als Führungskraft Lokomotion haben soll oder habe? Lokomotion – um in diesem Bild der Lokomotive zu bleiben – das ist die Fähigkeit, Ergebnisse zu erzielen. Diese auch zu sichern und im Rahmen seiner Fähigkeiten auch der Ziele bewusst zu sein und unter Umständen flexibel entsprechend auch zu reagieren, eine flexible Beharrlichkeit an den Tag zu legen. Lokomotion ist die Fähigkeit einer sogenannten methodischen Kompetenz an den Tag zu legen. Die Lok vorne zu sein – die PS auf die Schienen zu haben – nach vorne zu gehend zu wissen: Jawohl, dort geht’s hin.

Kohäsion: Kohäsion ist Fähigkeit als Führungskraft den Zusammenhalt des Teams, der Abteilung, seines Verantwortungsbereichs zu festigen. Zusammenhalt zu produzieren, sodass ein Miteinander da ist. Die Fähigkeit, die ich als Führungskraft dafür brauche ist, achtsam zu sein. Wer beim Seminar schon war kennt die Frage schon: Kennen Sie die Augenfarbe Ihres Gegenübers? Achtsam zu sein wie „der andere tickt“ – wie der andere es braucht – wie ich es ihm sagen muss. Wie es mir gelingt dem anderen auch die Begeisterung hinein zu pflanzen – wie er dann auch glänzende Augen bekommt, weil er Lust drauf hat bestimmte Aufgabenstellungen zu übernehmen. Den Erfolg auch zu praktizieren, aufzuzeigen: Jawohl, mein Vorgesetzter hat mich erfolgreich gemacht. Ich danke es ihm sogar noch. Es ist also die Fähigkeit im Rahmen der Kohäsion eine Achtsamkeit an den Tag zu legen für meinen Gegenüber & für mein Team – sogenannte Emotionale Intelligenz – also nicht der IQ sondern der EQ. Zusammengefasst unter dem Aspekt der Sozialen Kompetenz als eine Führungsfunktion, die sehr, sehr wesentlich ist.

Zentralen Führungs-Fähigkeiten

Und die dritte dieser drei zentralen Führungs-Fähigkeiten – neben der Lokomotion und der Kohäsion ist noch der, der Identifikation. Identifikation heißt: Integriert auf den Zweck hin. Was nützt mir die beste Lokomotive, was nutzt mit das angedockt haben und die Kupplung für meine Anhänger am Waggon dran gemacht zu haben, wenn ich nicht weiß, wo soll der Zug hinfahren? Also die Identifikation auf den Zweck hin. Wo geht die Reise hin? Dazu muss ich als Führungskraft die Fähigkeit haben, dass ich sie beteilige – Partizipation an den Tag lege – und mit meiner Macht, die ich als Führungskraft habe, sehr sensibel umgehe. Ich muss meine Machtfunktion nicht raushängen, ich muss sie nicht in den Vordergrund stellen und in dem Sinn von Befehl und Gehorsam aktivieren. Ich muss damit sensibel umgehen. Und diese Führungsfähigkeit der Identifikation integriert auf den Zweck hin, zusammengefasst unter dem Aspekt der Institutionellen Kompetenz – das heißt, welchen Zweck hat das Unternehmen – welchen Zweck hat meine Abteilung – und dann haben Sie eine runde Sache.

Lokomotion, Kohäsion und Identifikation

Drei zentrale Führungsfähigkeiten: Lokomotion, Kohäsion und Identifikation.

Das sind so ein paar Themen: Was heißt eigentlich Führen. Das könnte man so weitertreiben – soll aber jetzt erstmal reichen was das bedeutet. Soll aber jetzt erstmal reichen – von daher herzlichen Dank fürs Zuhören, viel Erfolg beim Umsetzen. Ich freu mich, wenn Sie das nächste Mal wieder mit dabei sind. Es grüßt Sie – Ihr Stefan Schulik.

Und wenn Sie Ihre Führungssinne wieder mal schärfen möchten, wenn Sie wieder mal Lust haben sich weiterzubilden, ihre Sinne wieder mal schärfen zu lassen, kommen Sie zur Schulik Management Beratung – meiner zertifizierten Bildungseinrichtung die sich seit Jahren schon das Thema von Aus- und Weiterbildung von Menschen mit Personalverantwortung auf die Fahne geschrieben hat. Schauen Sie also auf meiner homepage schulik-management.de vorbei – lassen Sie sich von meinem gleichnamigen Workshop FührungsKRAFT für Führungskräfte inspirieren – hier finden Sie dann 8 Tage über drei Monate verteilt in drei Modulen volle Führungskraft. Eine Investition die sich für sie uns Ihre Führungskräfte auszahlen wird.

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Podcast Folge #002

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