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Als Führungskraft Respekt Verschaffen

Als Führungskraft Respekt verschaffen (Teil 1.) – Podcast Folge #076

Sie dürfen von Ihrem Team Rückhalt einfordern, sobald Sie Respekt auch vorleben. Bleiben Sie Echt, hören Sie gut zu, geben Sie Feedback und lassen Sie Kritik zu.

Wie verschaffen Sie sich als Führungskraft Respekt? - Was ist Respekt?

Im Alltag der Schulik Management Beratung – wenn wir mit und bei unseren Kunden tätig sind, ist ganz oft auch immer ein Thema präsent. Manchmal sind es die jungen Führungskräfte, die aufgestiegen sind und sagen: „Ich habe jetzt einen neuen Job, hab ein neues Team oder/und eine neue Aufgabe.“ Die entscheidende Frage die dabei immer gestellt wird ist: „Wie gelingt es mir jetzt als Neuling mit den Mitarbeitern zusammen zu arbeiten und wie verschaffe ich mir den Respekt.“

Das ist unser heutige Thema – da schauen wir mal genauer hin

Eine neue Führungsaufgabe

Und wie gelingt es, sich Respekt zu verschaffen.  Das Thema Respekt hat viele Facetten: wenn wir es mal durchblättern, was dazu alles genannt wird erscheint es oft in Verbindung mit Wertschätzung. Oft auch in Verbindung mit Autorität. Wir kennen Respekt (auf der Gefühlsebenen) auch aus unserer Kindheit her: Polizei, Lehrer, Ärzte hier insbesondere der Zahnarzt war es oft, der einem Respekt einflößte. Im Laufe des Erwachsenwerden kamen dann Ausbilder, Chefs und andere Personen hinzu, die uns zumindest zusammenzucken lassen.

Dieser Respekt entsteht aus einer gegebenen Machtstellung heraus. Überlegenheit, unvermeidliches Angewiesen sein auf denjenigen sind die Grundängste dafür.

Das ist jetzt nicht die Autorität, das ist jetzt nicht der Respekt, um den es uns heute hier geht.

Dieses Machtgefüge funktioniert vielleicht noch in der Kindheit. Wenn sie aber als Führungskraft Mitarbeiter führen, gerade neu in Ihre Abteilungsleiter-Rolle geschlüpft sind, braucht es andere Fähigkeiten. Ihre Mitarbeiter sind erwachsen, mündig, unabhängig. Sie sind Fachleute – u.U. sogar in deren Disziplin kompetenter als Sie.

Erkenne ich den fehlenden Respekt

Woran erkenne ich denn, dass meine Mitarbeitenden mir und meinen Entscheidungen nicht den richtigen Respekt zukommen lassen? Dabei hat man doch gerade jetzt soviel erreicht: Sein eigenes Büro, ein Firmenfahrzeug und „eigene“ Mitarbeiter :-\… und jetzt das: Mein Team steht nicht hinter mir.

Über eines müssen wir uns im Klaren sein: Den Respekt und die Autorität müssen wir uns erst erarbeiten.

Wie gelingt Respekt?

Respekt kann man nicht befehlen. Respekt muss entstehen. Zunächst müssen wir als Führungskräfte Respekt gegenüber unseren Mitarbeitenden geben. Nur wenn wir einen respektvollen Umgang in unserer Vorbildfunktion geben bzw. vorleben werden wir auch Respekt zurück bekommen.

1. Echo-Prinzip:

Wer respektiert werden will, muss zuerst Respekt dem anderen entgegen bringen. Das ist nicht anders, wie mit der Wertschätzung. Sie wollen ge-wertschätzt werden – tun Sie es zuerst.

2. Echt sein:

Viele Führungskräfte sehen ihre Position als eine Rolle. Sie gehen davon aus, dass ihre Mitspieler sie einfach in dieser Funktion akzeptieren. Seien Sie aufrichtig. Zeigen Sie ihre Stärke und vertuschen Sie nicht ihre Schwächen.

3. Hören Sie zu

Auch zwischen den Zeilen. Wer gelernt hat, zuzuhören, entdeckt die Bedürfnisse des anderen. Er weiß, was die Mitarbeiter brauchen. Man kann diese Wünsche sicher nicht immer erfüllen – das ist auch nicht erforderlich, aber wissen sollte man sie, um damit umzugehen, Konflikte im Vorfeld zu erkennen und dann auch noch zu vermeiden.

Zuhören scheint zunächst eine passive Tätigkeit. Wir erinnern immer wieder an das Stichwort >Augenfarbe meines Mitarbeiters<. Also verbirgt sich im aktiven Zuhören der Vorteil, dass Sie erfahren, was ihren Mitarbeiter umtreibt, um so seine Bedürfnisse zu kennen.

4. Geben Sie Feedback

Wer braucht das nicht – geizen Sie nicht damit. Jeder will wissen, wo er dran ist – insbesondere beim Chef. Das hat ganz viel mit Respekt zu tun: Weiß denn der Chef oder auch der Mitarbeiter was sie gegenseitig von einander erwarten dürfen?  Feedback ist ein wertvoller Aspekt, damit die Mitarbeiter auch wissen, wie Sie „ticken“.

5. Lassen Sie Kritik zu

Der Chef hat immer Recht. Nein, sicher nicht. Es gibt immer verschiedene Blickwinkel. Und wenn Kritik aufkommt, nehmen Sie diese als gute Gelegenheit zu reflektieren. Die Kritik als Chance aufgreifen – vielleicht entsteht da eine neue Idee ein neuer Prozessablauf oder sonstiges. Kritik muss ehrlich, zeitnah und unter vier Augen gegeben werden. Gleichgültig ob vom Chef zum Mitarbeiter oder anders herum. Auch dadurch entsteht Respekt. Den Blickwinkel des anderen schätzen lernen – bestimmt auch ein Mehrwert.

6. Seien Sie kalkulierbar

Sie müssen also eine klare Linie haben und diesem Führungsstil treu bleiben. Kommunizieren Sie Ihre Wünsche und Grenzen. Tadeln Sie jeden Mitarbeiter für dasselbe Verhalten und loben Sie auch alle für die gleichen Dinge. Wenn Sie hierbei Unterschiede machen, wirkt Ihr Verhalten willkürlich und Sie kommen unter Verdacht, „Lieblinge“ zu haben oder einfach sehr launisch zu sein. Egal, ob Sie einen guten oder schlechten Tag haben: Bleiben Sie stets der „gleiche“ Mensch, sprich berechenbar. Bedenken Sie auch: Gleichbehandlung von ungleichen Menschen ist ungerecht. Die Freunde unserer Podcasts kennen diese Aussage bereits.  Wir verwenden sie oft.

Wir nehmen hier gern den Begriff Utilitarismus. Heruntergebrochen auf unseren Führungsalltag nehmen wir hier mit, dass Sie auf bestimmte Anforderungen immer gleich reagieren. Nicht heute so und morgen völlig anders. Damit werden sie kalkulierbar. Wenn der Mitarbeiter sich fragt: Wie würde denn mein Chef hier entscheiden. Das spricht für ihre Kalkulierbarkeit.

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Podcast Folge #076

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