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Kündigungsgründe Des Arbeitnehmer (Teil 1.) – Podcast Folge #026

Kündigungsgründe des Arbeitnehmer (Teil 1.) – Podcast Folge #026

Erfahren Sie hier die Hintergründe, warum Arbeitnehmer dem aktuellen Arbeitgeber verlassen. Oft sind es Führungsfehler, die begangen wurden.

Wenn Führungskräfte wissen, warum ihre Angestellten das Unternehmen verlassen, ist das zwar schon zu spät, aber man kann daraus für die Zukunft vieles lernen. Und das sollten gute Führungskräfte tunlichst tun.

Wir haben uns in der Folge: 10 Fragen, die die besten Mitarbeiter halten (Teil 1.) – Podcast Folge #020 und 10 Fragen, die die besten Mitarbeiter halten (Teil 2.) – Podcast Folge #021 mit der Frage beschäftigt:

Wie halten wir unsere besten Mitarbeiter

Hier orientierten wir uns an zielgerichteten Fragen, die aus Sicht des Mitarbeiters wichtig sind, wenn er diese gut für sich beantworten kann. Dazu muss die Führungskraft ihren entscheidenden Teil beigetragen, die entsprechenden Rahmenbedingen geschaffen haben, um innere Motivation beim Mitarbeiter überhaupt möglich zu machen.

Fragen wie:

  1. Weiß ich, was von mir in der Arbeit erwartet wird?
  2. Habe ich alles, was ich brauche, um meine Arbeit gut zu tun?
  3. Habe ich in meiner Arbeit die Gelegenheit das, was ich tue, jeden Tag am besten zu tun?

geben in etwa die Richtung vor, in die Sie denken sollten.

Das waren nur die ersten drei von zehn entscheidenden Fragen, die uns weiterbringen. Die uns zum Nachdenken anregen. Wollen Sie auch die anderen Fragen wissen wollen, hören Sie einfach in diese beiden Podcasts – ggf. auch nochmals – rein.

Lassen Sie uns heute mal die Gründe erörtern, warum Mitarbeiter kündigen. Es geht hier also nicht um die bekannten Arbeitgeber-Kündigungen wie verhaltensbedingt, personenbedingt oder betriebsbedingt – es geht also nicht um diese ordentlichen Kündigungsarten, auch nicht um die außerordentliche Kündigung. Der Mitarbeiter wurde also nicht vom Arbeitgeber gekündigt

Wir nehmen also den Blickwinkel ein, wenn das „Kind schon in Brunnen gefallen ist“. Wir haben die schriftliche Kündigung auf dem Tisch – vom Arbeitnehmer. Und wir sehen als Führungskraft diese Arbeitnehmerkündigung als „ungewollte“ Kündigung an. Wir schauen mal auf die innere Motivation, die dazu führt, dass Arbeitnehmer das Unternehmen wirklich auf eigenem Wunsch hin, verlassen.

Wir fragen uns, wie es wohl dazu gekommen ist, welche Ursachen hinter diesem entscheidenden Schritt stecken – wir schauen nach den persönlichen Gründen.

Ich gebe zu, dass ich das nicht wirklich zu 100% sagen kann. Ich habe auch nicht so viele Menschen hierzu formal befragt, dass das aus statistisch, valider Sicht, eine wissenschaftliche Berechtigung hätte.

Trotzdem erlaube ich mir hier ihnen einige Denkanstöße geben zu können. Viele der Kündigungen, die ich als Personalleiter eines mehr als 1.000 Mitarbeiter großen Unternehmens, auf den Tisch bekommen habe, veranlassten mich zu besonderen Austrittsgesprächen, zu möglichen Bleib-Doch-Gesprächen oder zu vertraulichen, z.T. sehr persönlichen Gesprächen, warum das Arbeits-Tischtuch mittlerweile zerschnitten war.

Ich will Ihnen helfen, ihre Führungsarbeit dahingehend zu überprüfen, um keine ungewollte Fluktuation entstehen zu lassen, so manche Führungsfehler zu erkennen und idealer Weise diese zu vermeiden.

Apropos „ungewollte Fluktuation“ – ich behandle hier nicht den Fall, dass Sie einen Mitarbeiter loswerden wollten und dieser nun endlich – also Gott sei Dank – von sich aus gegangen ist. Das ist ein anderes Thema.

Also fangen wir mal an:

Manche Arbeitnehmer-Kündigungen beruhen auch auf besonderen Faktoren, die wir als Führungskräfte nicht unbedingt beeinflussen können.

Kündigung aus personenbezogenen Gründen

Kündigung aus Liebe

Da wäre zunächst mal die „Liebe“ zu nennen – ein vom Mitarbeiter gewollter Standort-Wechsel zum Partner, zur Partnerin – Umzug in den neuen Lebensmittelpunkt. Dort einen neuen Job suchen oder die Zeit nur noch der lieben Familie widmen. Gegen die Liebe ist noch kein Kraut gewachsen. Und mal ehrlich – das ist dann auch o.k., darüber freuen wir uns als Mensch, wenn sich zwei wirklich gefunden haben. Auch wenn uns der Mitarbeiter dann stark fehlen wird und nicht einfach – und schon gar nicht schnell – zu ersetzen ist.

Kündigung als Herzensangelegenheit

Der Mitarbeiter kündigt, weil er finanzielle ausgesorgt hat und sich auf andere Dinge konzentrieren will. Er geht ist Ehrenamt, hilft bei „Ärzten ohne Grenzen“, beteiligt sich an einem großen, ideellen, sozialen Projekt für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben – er tut das aus Freude, freien Stücken und verwirklicht einen heimlichen Traum, baut mit seinem technischen, fundierten Wissen Brunnen in Afrika und und und.

Da gäbe es noch einige andere Kündigungsgründe, die ins persönliche gehen. Aber mir geht es jetzt um die Kündigungen, die wir als Führungskräfte „verbockt“ oder zumindest „fahrlässig“ produziert haben – Kündigungsgründe, die ihren Grund in fehlender oder unzureichender Führung zu suchen sind. Konsequenzen, die aus dem Tun oder Nicht-Tun der Führungskraft resultieren.

Ach ja – da war doch was – kleiner Einschub von mir – letzter Podcast war Jubiläums-Podcast. Hier ging es genau darum, was eine gute Führungskraft in der Mitarbeiterführung alles „TUN“ muss, damit ihr solche Momente der ungeplanten Arbeitnehmerkündigung erspart bleiben.

Hören Sie rein, ich freue mich, wenn es Ihnen gefällt und im Idealfall auch an Interessierte weiter geben – das war mein Werbeblock für mich, meine Podcasts und meine Führungsseminare mit dem gleichnamigen Titel wie diese Podcasts „FührungsKRAFT für Führungskräfte“: Erfolgreiche Führungskräfte machen – Podcast Folge #025

Kündigung aus betriebsbedingten Gründe

Schauen wir uns die betriebsbedingten Kündigungsgründe jetzt aus der Mitarbeiterperspektive an. Also Gründe, bei der die Kündigungen, die Führungskräfte zu verantworten haben

Kündigungsgrund: Wir laden dauerhaft zu viel auf den Mitarbeiter

Die Arbeitsbelastung ist zu hoch und lässt einen nie auf einen grünen Zweig kommen. Die todo-Liste wächst ständig an. Es kommt mehr dazu als man abarbeiten kann. Ich nenne das zum einen eine Frustrations-Kündigung oder zum anderen eine Schutz-Kündigung. Wenn man als Mitarbeiter es nie schaffen kann, seine Ziele zu erreichen, wenn man das Gefühl nie los wird, dass es die Belastung auch irgendwann mal ein Ende hat, man nie ein Licht am Ende des Überlastungs-Tunnel sieht, wird man frustriert oder krank. Diese Art der Kündigung wäre aus meiner Sicht sogar noch ein Segen für den Mitarbeiter – mindestens wäre es konsequent. Ich stelle aber immer wieder fest, dass dies viel zu selten vom Mitarbeiter „durchgezogen“ wird. Oft macht er zum Schluss nur noch Dienst nach Vorschrift oder – anderes Extrem – schafft sich krank und buckelig.

Kündigungsgrund: Fehlende Anerkennung & Wertschätzung

Die Mitarbeiter erhalten für ihren guten Einsatz keinerlei positives, zeitnahes Feedback. Es fehlt an Anerkennung, am wertschätzenden Lob. Kein Schulterklopfen, kein freundliches Dankeschön oder gut gemacht. Auf Sie kann ich mich verlassen. Was würde ich nur ohne Sie machen.

Sollten diese einfachen Sätze nur daher gesagt worden sein, nicht ganz ehrlich, sondern aus der Not heraus geboren – weil man das so macht, weil der Schulik das so empfohlen hat, dann lassen sie es lieber bleiben. Mitarbeiter haben einen guten, empfindsamen Sensor, der feststellt, wie es wirklich gemeint war. Und ich hoffe, Sie meinen es auch so, wie Sie es sagen. Der Ton, die Art und Weise, das Umfeld muss dazu sauber passen – sonst kann das sogar kontraproduktiv werden.

Also wenn Ihre Mitarbeiter nicht die Wertschätzung als Mensch erhalten, wundern Sie sich nicht, wenn Sie dann mal eine Kündigung auf den Tisch bekommen.

So das war jetzt ein Start in dieses eher unangenehme Thema. Aber Sie wollen ja etwas hier mitnehmen und lernen und im besten Fall, solche Fehler – nämlich die der anderen – nicht am eigenen Leib verspüren. Hören Sie also wieder rein, wenn es im nächsten Podcast ein einem zweiten Teil weiter geht. Hier finden dann weitere Kündigungsgründe aus Sicht des Mitarbeiters, die sie dann kennen und lernen, zu umgehen und vermeiden.

Mein Name ist Stefan Schulik – bis zum nächsten Mal.

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Podcast Folge #026

Was sind die wirklich wichtigen Kündigungsgründe von Arbeitnehmern

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