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Motivieren Sie Ihre Führungskräfte – Podcast Folge #017

Motivieren Sie ihre Führungskräfte – Podcast Folge #017

Wie motiviere ich eigentlich meine Führungskräfte, meine Abteilungsleiter oder Gruppenleiter. Was muss ich als Vorgesetzter tun, um als guter Chef zu gelten und meine Mitarbeiter zu motivieren. Am besten, Sie machen „nix“ – und hier verrate ich Ihnen warum das zur Motivation des Mitarbeiters beiträgt.

Motivieren Sie Ihre Führungskräfte, bevor es andere für sie tun!

Fachkräfte-Mangel als großes Problem. „Wir kriegen keine Leute her“ – Diese Aussage wird in Unternehmen immer lauter. Das Modewort „Fachkräftemangel“ ist in aller Munde. Der „War of Talents“ ist in ständig präsent. Und davon werden viele noch angesteckt werden – so wie wenn man einen Virus an zentraler Stelle platziert hätte.

Diese – für Arbeitgeber – zurzeit unangenehme Situation ist schwer zu meistern. Woher nehmen und nicht stehlen. Für Arbeitnehmer sieht das alles sehr angenehm aus. Und wenn man der Wind- und Wettervorhersage trauen kann, wird sich genau dieses Fähnchen in nächster Zeit nicht drehen – warum auch. Der Arbeitsmarkt wirkt wie leer gefegt. Die Arbeitgeber dürfen sich also weiterhin auf was gefasst machen. Die Frage ist, was können wir tun?

Mitarbeitersuche gestaltet sich zunehmend schwieriger

Mitarbeiter suchen, Anzeigen schalten, Netzwerk aktivieren, auf Job-Messen gehen, Personalberater einschalten. Manche Beratungshäuser werben mit 5 oder 8 Schritten den richtigen Bewerber finden und die Headhunter könnten ihre „Schäfchen“ gleich mehrmals an den Mann bringen.

Gehen wir einen Schritt weiter. Angenommen, Sie konnten einen neuen Mitarbeiter erfolgreich für sich und ihr Unternehmen gewinnen – die Mühe, die Zeit, die Argumente haben sich gelohnt, Sie freuen sich. Ist ja auch verständlich. Aber jede Neueinstellung bedeutet – bei der aktuellen Arbeitslosenquote – Sie haben den neuen Mitarbeiter aus einem anderen Unternehmen am dortigen Arbeitsplatz „abgeworben“ – selbstverständlich – völlig seriös – und das ist nicht ironisch gemeint.

Das dürfte Sie nicht weiter stören. Und genau das ist zu kurz gesprungen. Denken Sie einen Moment darüber nach. Was war der wirkliche Wechselgrund hin zu Ihrem Unternehmen? Mehr Verantwortung, mehr Fairness, mehr Teamgeist – oder mehr Geld, kürzere Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder womöglich ein schlechter Vorgesetzter?

Haben Sie in Ihrem Unternehmen auch Mitarbeiter, vielleicht Führungskräfte, die innerlich mit einem Wechsel liebäugeln? Stellen Sie sich vor, die würden gehen.

Viele Mitarbeiter haben keine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitsplatz

Auch bei Mitarbeitern Ihres Unternehmens „baggern“ Personalberater, Verwandte erzählen von anderen guten Jobs und Freunde werben dafür, zu einem anderen Unternehmen zu kommen.

Den Job zu wechseln bedeutet meist auch finanziell eine Verbesserung. Den Job jetzt zu wechseln bedeutet noch ein paar wichtige €uros mehr. Das Gras beim Nachbarn ist meist grüner als das Grün des eigenen Rasens – meint man!

Erst Wochen später – wenn der Wechselschritt getan wurde – weiß man: „Ja – hier ist vieles anders, aber manches doch genau gleich.“ Vielleicht redet man es sich schön, aber der Termindruck, Beschwerden der Kunden, schwierige Kollegen oder noch viel schlimmer, einen Vorgesetzen, mit dem man nicht klar kommt.

Die Statistiken belegen es: die absolute Mehrheit – also fünfzig Prozent plus x, die von einem Unternehmen zum anderen wechseln, tun das aus einem Hauptgrund: und der heißt „wegen meinem Chef, meinem direkten Vorgesetzten“.

  • Wer teure Investition in neue Mitarbeiter nicht in den Sand setzen will,
  • wer Mitarbeiter in der Probezeit nicht wieder entlassen muss,
  • wer Mitarbeiter nicht nur als „Ressource“ oder Kapazität betrachtet,

der muss nicht bei der Neubesetzung von vakanten Stellen beginnen oder einfach nur die Personalkapazität erhören. Der wendet sich erst einmal der eigenen Firma zu. Der Blick nach innen ist von entscheidender Bedeutung.

Der Blick ins Unternehmen ist entscheidend

Fast alle Unternehmen kennen ihre „besten Mitarbeiter“. Die Namen kommen wie aus der Pistole geschossen. Mein Vertriebsleiter, der Produktionsleiter, die Assistentin haben´s drauf, auf die kann ich mich blind verlassen. Mit denen könnte ich Pferde stehlen.

Auf die Frage, ob Sie auch Mitarbeiter haben, die zu den „schlechtesten“ zählen, findet sie auch welche – zugegeben – so genau wissen sie es nicht. Und genau da fängt das eigentliche Problem an. Sie müssen ihre Führungskräfte fragen, wie es wirklich ist, ob ihre Vermutung stimmt. Sie muten den neuen – hoffentlich guten – Mitarbeiter zu, mit möglicherweise schlechten Mitarbeitern zusammen zu arbeiten. Und Sie wissen, wohin das führt. In nur seltenen Fällen steckt eine gute Arbeitskraft die vermeintlich schlechte an. Es ist eher umgekehrt. Menschen sind von aus Haus ökonomische Wesen. D.h. mit weniger Leistung, gleichviel Entgelt bekommen.

Wenn sogar die weniger Guten im Unternehmen bleiben – ohne jegliche Konsequenz – wird sich der Gute mindestens dem Durchschnitt angleichen. Und wer will das schon.

Fragen Sie sich: „Wie gut sind meine Führungskräfte“, „Wie können meine Führungskräfte ihre Aufgaben – insbesondere die Führung ihres Team, ihrer Abteilung so erledigen, damit jeder das tut, was er gut kann – seinen Fähigkeiten/Fertigkeiten entsprechend und was er gerne kann, eben dort, wo er erfolgreich sein kann. Das Ergebnis wird sich sehen lassen können – diese Mitarbeiter werden hoch motiviert sein, wenn Sie ihnen die passende Arbeitsumgebung schaffen. Sie motivieren ihre Führungskräfte, wenn Sie das zulassen. Und indirekt bekommen Sie dadurch sogar motivierte Mitarbeiter. Sie erinnern sich an die letzten Podcasts zum Thema Mitarbeiterführung. Da sind sie wieder die drei Dinge: Was kann der Mitarbeiter gut, gerne und was macht Sinn für´s Unternehmen. Hören Sie in die Folgen:

Wenn Führungskräfte in ihrer anspruchsvollen Bandscheibenposition das Bindeglied zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeiter sind, wenn Mitarbeiter nicht nur auf dem Papier Herzstück des Unternehmens sein sollen, wenn Leidenschaft nicht nur beim Firmenchef zu spüren ist, sondern alle für das gleiche Ziel arbeiten sollen, dann versetzen Sie ihre Führungskräfte genau in diese Fähigkeiten.

Führungskräfte haben entscheidenden Einfluss auf die Fluktuationsrate

Geben Sie ihnen Werkzeuge und Methoden an die Hand, die wirkungsvoll sind. Dann schlagen sie zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort den richtigen Ton an. Sie nutzen Führungsstil, Verhaltensstil und Konfliktstil genau passend auf ihre Mitarbeiter und die aktuelle Situation an. Sie bauen Arbeitsplätze so, dass das gewünschte Ergebnis produziert wird.

Damit ziehen gute Führungskräfte gute Mitarbeiter fast schon magisch an. Dann spricht es sich herum, dann ist das Werbung in eigener Sache – und das fast schon zum Nulltarif. Gute Führungskräfte stellen sehr gute Mitarbeiter ein. Mittelmäßige Führungskräfte stellen schlechtere Mitarbeiter als sie selbst ein. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn ein teuer eingekaufter – sogar ein guter – und auf die Stelle passender – Mitarbeiter innerhalb der Probezeit wieder geht. Das gleicht einer Investition, die in den Sand gesetzt wurde.

Ein Satz, der nun schon über Jahrzehnte seine Bedeutung nicht verloren hat, klingt so: Mitarbeiter werden wegen ihrer Fachkompetenz eingestellt und wegen ihrer Persönlichkeit entlassen. Diese Erfahrung muss ich immer und immer wieder bei Unternehmen feststellen. Und das ist mehr als traurig, das ist fast schon unprofessionelle Führung von Mitarbeitern.

Machen Sie Ihre Führungskräfte fit. Motivieren Sie sie, bevor es die Konkurrenz tut.

Schauen Sie auf die nächsten Führungsseminare, melden Sie sich gleich an – die Investition in Ihre Führungskraft hat sich in kurzer Zeit gelohnt. Das kann nicht nur ich, sondern auch die Teilnehmer bestätigen (siehe Referenzen). Und damit ausgerüstet, kann sich ihre Führungskraft selbst motivieren – da brauchst Sie nicht – damit bleibt nur noch eine Sache offen für Sie – nämlich der Titel des Podcast heißt:

Motivieren Sie Ihre Führungskräfte, bevor es andere für sie tun!

Genau genommen müsste es jetzt heißen:

„Demotivieren Sie ihre Mitarbeiter nicht“

dann haben Sie schon viel Gutes für sich und ihr Unternehmen getan.“ Und sie haben meine Ironie dahinter sehr wohl richtig verstanden.

In diesem Sinne – Ihr Stefan Schulik

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Podcast Folge #017

Motivieren Sie ihre Führungskräfte

Mitarbeitermotivation

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