Überspringen zu Hauptinhalt
Unsere nächsten Seminar Starttermine:

Herbst 2020
das erste Modul startet
am 05. Oktober 2020

Winter 2021
das erste Modul startet
am 25. Januar 2021

Führen In Unbekanntem Umfeld (Teil 2.) – Podcast Folge #037

Führen in unbekanntem Umfeld (Teil 2.) – Podcast Folge #037

Zweiter Teil von: Was wir als Führungskräfte von meinem Urlaub in Irland lernen können. Sie erhalten drei tolle Tipps, die durch dieser Reise entstanden sind. Es sind lustige Erfahrungen gepaart mit hohen Anforderungen an eine gute Führungskraft. Sie erhöhen mit diesem Führungswissen und deren Umsetzung ihre Führungskompetenz.

Sie wollen schon die dritte Lernerfahrung aus unserem Urlaub in Irland hören. Gerne. Ich bin Stefan Schulik und Sie kennen mich schon – zumindest meine Stimme. Wir sind mitten in dem Thema „Führen in unbekanntem Umfeld“ – inspiriert durch unseren zweiwöchigen Urlaub auf der grünen Insel.

Anhand von einem einfachen (in meinem Fall „irischen“) Beispiel gab ich Ihnen im letzten Podcast Nr. 036  den Rat: „Ihre Führungssprache muss einfach sein“ – Lernerfahrung eins.

Die zweite lautete „Schaffen Sie Systeme“ und Routinen – bauen Sie diese in Ihren Führungsalltag ganz bewusst ein. Nicht nur ihr Zeitmanagement dankt es Ihnen. Routinen können sich fast schon zu Ritualen mausern, die gehen in Fleisch und Blut über. Und genau so soll es sein. Nicht in allem – aber doch sehr dosiert, hat das eine unheimlich hohe Wirkung. Brauchen Sie noch ein paar Ideen, ein paar Impulse zur Inspiration, wie Sie Routinen und Systeme schaffen. Hier ein paar Vorschläge:

  • Jourfix durchführen
  • Shop-Floor etablieren
  • Nach dem Prinzip „Go and see“ agieren
  • Mitarbeitergespräche rechtzeitig – immer nach gleichem Schema – planen und führen

Davon handeln meine Podcastfolgen 013 bis 016

Das Mitarbeiter-Jahresgespräch – vorbereiten, durchführen, nachbereiten – saubere Struktur, klarer Ablauf, festgelegte Inhalte – das hat System – hören Sie mal rein. Sie finden Sie unter

https://schulik-management.de/mitarbeiterjahresgespraech-13/

https://schulik-management.de/mitarbeiterjahresgespraech-vorbereiten-14/

https://schulik-management.de/mitarbeiterjahresgespraech-durchfuehren-15/

https://schulik-management.de/mitarbeiter-jahresgespraech-nachbereiten-folge-16/

  • Quali-Matrix erstellen und regelmäßig updaten
  • Bewerberprozess klar festlegen

Die ersten 100 Tage vorbereiten und umsetzen

Systeme zu etablieren, neue zu (er-)finden, sie zu nutzen, beizubehalten, immer wieder einzufordern, darauf hinzuweisen, vorzumachen – das steht hinter dieser Lernerfahrung.

Das alles schafft die genannte Klarheit, Kalkulierbarkeit für den Mitarbeiter, Sicherheit im Umgang mit den Themen.

Als dritte Lernerfahrung nenne ich das

1. Unbekanntes Umfeld

Es war nicht nur die Sprache, die mir Verständnisprobleme gemacht hätte, es war nicht nur das links fahren, das anfänglich eine Herausforderung darstellte, es war einfach ein Umfeld, in dem ich mich nicht auskannte.

Andere Länder, andere Sitten – sagt man. Aber welche sind das. Welche Gepflogenheiten gibt es in Irland. Da hätte ich mich ja mal vorbereiten können, mich vorher informieren. Hab ich aber nicht. Gebe ich Trinkgeld im Restaurant? Wieviel? Wie sieht das im Pub aus, wo ich mein Bier selber hole. Bekommen die Damen im Room-Service vom Hotel auch was, vorher, nachher, einfach auf´s Zimmer gelegt. Wie ist das beim Bed&Breakfast – die sind schon vorher bezahlt worden …

Spreche ich denjenigen mit dem Vornamen oder Nachnamen an?

Egal – kurz um – unbekanntes Umfeld ist ein Problem – auch bei Führungskräften. Das gilt nicht nur für ein anderes Land. Durch unsere Rundreise hatten wir so jeden zweiten, dritten Tag eine andere Unterkunft, neue Gesichter, andere Betten – eben ein anderes Umfeld, aus das man sich einstellen musste.

Diese Ungewissheit, was erwartet mich als Führungskraft heute wieder neues? Was fällt mir auf die Füsse, mit dem ich nicht rechne. Das kann schon mal Stress produzieren.

Ich behaupte sogar, das ist das Problem überhaupt für Menschen in Führungspositionen. Und das ist eine bedeutende Aufgabe von Mitarbeitern mit Führungsverantwortung. Sich zu behaupten, auf unbekanntem Terrain einen Weg zu suchen, zu bahnen und die Mannschaft zu führen, sowie Sicherheit auszustrahlen. Das gilt es sogar mögen zu lernen. Es ist ein großer Teil unsere Arbeit, auf die wir uns täglich einstellen dürfen und manchmal müssen.

„Führen heißt, … andere zum Erfolg kommen lassen“ –

den“ kennen Sie schon. Einen weiteren solchen Satz pflege ich zu sagen, der da lautet:

„Führen heißt, …wo noch niemand gegangen ist“

Das ist es, was ich mit der dritten Herausforderung, dieser weiteren Lernerfahrung sagen will. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Ja, wir, Sie haben als Führungskraft diese Herausforderung, auf neuen Wegen zu gehen. Und diese Wegen sind unter Umständen genau so schmal und eng sind wie die in Irland. Da kommen zwei Autos nicht so leicht aneinander vorbei, ohne dafür die Geschwindigkeit zu reduzieren, an den Grünstreifen zu lenken und langsam aneinander vorbei zu fahren.

Sie bewegen sich in unbekannten Umfeld. Sie sollen ja Leader sein, einer der in solchem Umfeld vorangeht und andere leitet. Sie sind der Guide – um in der Urlaubssprache zu bleiben.

Liebe Führungskraft – und noch was steckt da mit drin – und das gilt vor allem auch jungen Führungskräften, Nachwuchsführungskräften.

Man muss sich überwinden, diese Fremdsprache zu sprechen. Auch wenn Sie die Führungssprache nicht perfekt beherrschen. Wir sind alle keine „Nativ-Speaker“ für Führung. Wir werden nicht als Führungskraft geboren. Lernen Sie die Sprache der Mitarbeiterführung, üben Sie, auch wenn mal was falsch gemacht wird, wenn man falsch verstanden wird. Gerne zeige ich Ihnen die Führungssprache, die Führungssysteme und -instrumente in meinen gleichnamigen 8-Tages-Seminar „Führungskraft für Führungskräfte“ – über drei Monate verteilt – wie diese Sprache schnell und einfach zu lernen ist. Führen ist erlernbar, wie eine Sprache und dann geht´s ans tun, ans üben, üben, üben – einfach machen! Seien Sie mir herzlich willkommen, das live mit anderen Führungskräften zu erleben.

Sie müssen links fahren, auch wenn Sie rechts gewohnt sind. Waren Sie vorher Kollege und sind jetzt Vorgesetzter, dann fahren Sie in einem anderen Umfeld (eben links). Sie fahren in den Kreisverkehr links rein (zu Beginn ein komisches Gefühl). Sie müssen sich anders einordnen, links auch wieder raus fahren.

Sie haben jetzt eine andere Rolle zugewiesen bekommen. Das ist allemal ein anderes, ein unbekanntes Umfeld.

Vielleicht kommen Sie auch mal an ein vorhandenes System, wo Sie scheitern.

Wir waren in einer B&B-Unterkunft und ich wollte mich nass rasieren – für mich am besten mit warmen, nicht zu heißem Wasser. Machen Sie das mal, wenn der eine Wasserhahn nur kaltes Wasser liefert und der andere Hahn für heißes Wasser auf der anderen Seite des Waschbeckens befestigt ist. Es fehlt das komplette System der Mischbatterie! Und meine Hand ist nicht so groß, dass das Wasser dort passend gemischt werden kann.

Es gibt andere Wege.

Und aus dem Scheitern wird man gescheiter.

Auch ich habe aus meinen Misserfolgen in meiner beruflichen Laufbahn viel mehr gelernt als aus meinen sogenannten Erfolgen. Ja, man ist gescheitert, aber in der Zukunft stellt man es danach gescheiter an. Diese Lernkurve ist ein wichtiger Bestandteil unseres Führungslebens und wird es auch bleiben – das bestätigt meine fast 30 jährige Führungserfahrung.

So, nun habe ich meinen Urlaub – aus diesem Führungsblickwinkel nachgearbeitet. Diese erneut gemachten drei Erfahrungen sollen als Inspiration für Sie dienen:

Sie lauten

  • Sprechen Sie als Führungskraft eine einfache Sprache
  • Schaffen Sie Systeme
  • Gehen Sie aktiv mit unbekanntem Umfeld um

Bis nächste Woche
Ihr Stefan Schulik

Zur Übersicht

Podcast Folge #037

Führen in unbekanntem Umfeld

Erfolgsrezepte für Führungskräfte

E-Book Mitarbeiterführung - Stefan Schulik
An den Anfang scrollen